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Konkurbine |
Konkurbine, die: lat. Beiwohnerin eines Konkurses.
Die Konkurbine ist eine parasitäre Daseinsform, die meist im Umfeld von spendablen und freigiebigen Unternehmern und Freiberuflern auftritt, verachtet aber auch pensionierte Diplomaten nicht. Die Konkurbine begleitet das Wirtstier tröstend in und durch den ersten Teil des Konkurses, nachdem sie ebensolchen durch ihren Lebensstil zumindest mitverursacht hat und sucht sich im Anschluß rasch ein neues, vitales Wirtstier.
Konkurbinen sind hochentwickelte biologische Wesen, die unglaublich sensibel auf finanzielle Veränderungen reagieren. Je nach Beziehung zum Wirtstier und individuellem Cashflow werden mehrere Subarten unterschieden: Typ I: monetäre Mimose, concurbina mimosa: viele winzige Einzelausgaben, begleitet von leisem Wimmern und rhetorischen Selbstanklagen. Typ IIa: Liquiditäts-Luder, concurbina illiquida: großherziger und augenzwinkernder Umgang mit finanziellen Ressourcen des Wirtes. Typ IIb: Großinvestitions-Geißel, concurbina devastans gravis: verleitet das Wirtstier zu besonders langfristigen Anschaffungen und Verpflichtungen (z.B. "gemeinsame" Eigentumswohnung)
Die öko-biologische Funktion der Konkurbine ist zweifach: 1. operative Assistenz beim dramatischen Kapitalverlust ("Ausverkaufsfunktion", z.B. speziell bei Textilien, Handtaschen und Schuhen) sowie 2. emotional stützende auditive Untermalung des finanziellen Veränderungsprozesses durch laute Warnschreie ("Alarmfunktion"). |
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