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Wirtschaftskrise

WirtschaftskriseTM ist ein erfolgreiches Gesellschaftsspiel für Erwachsene, das vom US-amerikanischen Spielzeughersteller Leihmann Brothers vertrieben wird.

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Spielprinzip
Im Mittelpunkt des Spiels steht der "Markt", in dem 3-8 Mitspieler in einem sehr ausgeklügelten, patentierten System untereinander fiktive Gegenstände und Vermögenswerte verleihen, die sie sich selbst wiederum von anderen Spielern geliehen haben.
Das Spiel wird rundenweise gespielt, wobei Spieler abwechselnd Geld leihen, Geld verleihen und Ereigniskarten ziehen dürfen. Eine Spielsitzung dauert ca. 60-90 Minuten. Nach 32 Spielzügen wird der Gewinner nach einer komplizierten Formel ermittelt ("credit is king"). Relativ häufig gibt es gleich mehrere Sieger oder es kann kein eindeutiger Sieger ermittelt werden, worauf eine neue Partie beginnt.

Ursprung und Verbreitung
WirtschaftskriseTM war ursprünglich unter dem Namen "Lend'ya, yankee!" im Amerika der 30er Jahre im Großraum Chicago populär gewesen.
1979 erwarb die Firma Leihmann Brothers Inc. alle Rechte an dem Spiel von den Nachfahren eines kanadisch-armenischen Viehhändlers, erweiterte das Spielprinzip um die neuen Spielfiguren der "Leihmutter" und des "Leihvaters", die wegen der unbeschränkten Spielgeldreserven besonders begehrt wurden und schufen mit einem professionellen Marketing die Basis für eine rasche Verbreitung in neuen Zielgruppen, die ursprünglich für Gesellschafts- und Brettspiele wenig empfänglich waren.
In den späten 80er und 90er Jahren erlangte WirtschaftskriseTM Kultstatus in der New Yorker Oberschicht.
Industrielle, Börsenmakler und Nachwuchsspekulanten trafen sich anfangs monatlich, später bis zu mehrmals wöchentlich in geschlossenen Gesellschaften und spielten bis spät nachts WirtschaftskriseTM. Einzelne Spieler spielten nicht nur privat, sondern auch in Mittagspausen und schließlich sogar während der Arbeit.

WirtschaftskriseTM macht am meisten Spaß, wenn es mit einer Mischung aus echtem und Spielgeld gespielt wird.


Kritik und Rezeption
WirtschaftskriseTM verbindet geschickt die aufregendsten Elemente von Risiko, Monopoly und Poker und besticht durch seine ausgefeilte Gruppendynamik, die gerade in größeren Spielrunden schnell undurchschaubar wird und zu spannenden, aber fragilen Allianzen der Spieler führt. Von der Kritik wurde WirtschaftskriseTM geradezu hymnisch gefeiert:

"Euphorische Geselligkeit im kleinen Kreis: Es macht einfach Spaß, mit den fast lebensechten Geldscheinen ein Imperium selbst aufzubauen und zuzusehen, wie Mitspieler drei mal in Folge die gefürchtete 'Haus-und-Hof'-Karte ziehen. Spiel des Jahres 2008"
Dachverband der Europäischen Unterhaltungsindustrie


Wirtschaftlicher Erfolg
WirtschaftskriseTM war im Jahr 2008 das umsatzstärkste Exportprodukt der Vereinigten Staaten.
Mittlerweile sind Übersetzungen in allen bekannten Handelssprachen und adaptierte Branchenlösungen für die wichtigsten Branchen erhältlich. Im deutschsprachigen Raum wird das Spiel vom Masseverwalter der US-amerikanischen Firma LEIHS'R'US vertrieben.

Leider rutschte die Leihmann Brothers Inc. mit Sitz in Outborrow, New Jersey, im 4. Quartal 2008 kurzfristig in finanzielle Turbulenzen, nachdem die Gebrüder Leihmann sich für die internationale Vermarktung ihres Spiels ziemlich viel Geld geliehen hatten und James Eugene Leihmann III. von seiner Hausbank angezeigt wurde, als er eine Kreditrate zwar pünktlich und bar, aber mit offensichtlichen Spielgeldscheinen aus seinem eigenen Brettspiel abzahlen wollte.


Literatur
101 todsichere Tipps, wie Sie jede Partie Wirtschaftskrise gewinnen. 96 Seiten (vergriffen)
Spiel mit dem Glück der Kinder: Die geliehene Zukunft von Wirtschaftskrise-Spielern. Broschüre der Jugendschutzstelle Baden-Württemberg. 12 Seiten.
ECA-Index 2009. Verzeichnis der deutschsprachigen Selbsthilfegruppen der Anonymen Wirtschaftksrise Spieler und Spielerinnen. 844 Seiten.

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Links:
www.leihmann-brothers-games.com (dzt. offline)
www.leihmann-private.com (dzt. offline)
www.leihmannbankingtrust.com/chapter11
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Siehe auch:
Absatzkrise   Anzahlung   Beleg   Berufsbilder   FFSP   Hausbank   Klein-Geld   Kris der Bürg   Krisbrei   Krise   Krisenmanagement   Krisenprophet   Krisenwellness   KSV e.V. 1971   Kurzarbeit   Mopping   Pfandleiher   Port Folio   Santa Kristina de Consumisma   SOXX   Steuererleichterungen   Totstellreflex   Weinbauer   Zahllastlotto   Zahlungsmoral   Zinsendienst  

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